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Mein Tag als “Küchenchefin” in der Taverna del Camionista

Zwischen Kartoffeln und Rindsfilets..

Die Taverna del Camionista ist ein öffentlich zugängliches Restaurant direkt in unserem Logistikcenter in Rothrist. Es wurde zeitgleich mit der Eröffnung des Logistikcenters eröffnet. Seit nun 2 Jahren führt und leitet Ruedi die Taverna mit viel Leidenschaft und Herzblut. Durch meine Neugier angetrieben, bat ich Ruedi um einen Schnuppertag in der Taverna, um zu Sehen Wie und Was es alles braucht, damit wir jeden Mittag und Abend das leckere Essen geniessen können.

Pünktlich auf die Minute, traf ich um 10 Uhr im 1.OG des Logistikcenters in Rothrist ein. Dort erwartete mich Ruedi und sein Team bereits freudig. Schnell erhielt ich eine Scheube und Einweghandschuhe und wurde gleich in meine nächsten Aufgaben eingeführt. Ein Kilo Oliven für die Marinade mussten klein gehackt werden. Mit einem riesigen Messer bewaffnet, machte ich mich an die Arbeit.

Währenddessen hakte ich bei Ruedi nach und fragte Ihn mehr zu seiner Vergangenheit und wie er zu der Stelle in der Taverna kam. Ruedi kam ins Erzählen und so erfuhr ich, dass er die Kochlehre im Astoria in Luzern absolviert hatte und danach 24(!) Jahre ein eigenes Restaurant führte. Ihm war es seit Beginn an von grosser Wichtigkeit, alles möglichst frisch zu kochen – dass schätzten auch seine Gäste, welche Ihn heute – 16 Jahre später – noch in Rothrist beehren. Durch persönliche Umstände kam er dann vor 16 Jahren zu der Schöni Transport AG als Chauffeur. Hier fuhr er 14 Jahre die unterschiedlichsten Touren. Insgesamt machte er über 2 Millionen Kilometer, schwärmte er. Und nun war er hier, in der Taverna del Camionista in Rothrist.

Als ich die Oliven klein gehackt hatte, ging es weiter mit der Verarbeitung des Fleisches. Heute auf dem Speiseplan stand:

  • Roastbeef mit Sauce Bernaise, Schmelzkartoffeln und Gemüse
  • Ungarischer Gulasch mit Basmatireis

Ruedi erklärte mir dass er die Menüwahl nicht auf die Woche plane, sondern jeden Tag aufs Neue. So könne er auch Foodwaste vermeiden – weil er mit den Resten neue Menü spontan kreieren könne. (Diesen Aspekt finde ich persönlich wahnsinnig vorbildlich und da können sich noch viele eine Scheibe von abschneiden).

Er unterteilt das Rindsfilet jeweils in 3 Stücke:

  • den Filetkopf – kann gut für Chateaubriand verwendet werden
  • das Mittelstück – lecker als Medaillons und zu guter Letzt
  • der Filetspitz – hervorragend für Stroganoff und Tartar

Für heute verwenden wir das Mittelstück und den Filetkopf. Das Fleisch wird am Stück kurz angebraten danach mit der Oliven-Knoblauch Marinade eingerieben und für 20 Minuten in den Backofen geschoben. Die Schmelzkartoffeln werden geschnitten und danach in der Form aufgestapelt. Einen Guss aus Bouillon und ein wenig Butter vollenden das Meisterwerk. Und auch diese landen im Ofen.

Ruedi und sein Team kochen täglich mittags für circa 80 – 100 Gäste. Heute haben wir 14 Kilo Rindfleisch zubereitet und etwa 5 Liter Sauce Bernaise. Achtung, Notiz an mich, unbedingt Rezepte von Ruedi umrechnen, ansonsten kann ich mich für die nächsten 3 Wochen zuhause mit demselben Menü ernähren. 😉

Fazit vom heutigen Tag

In der Taverna wird immer alles frisch zubereitet. Täglich gibt es frisches hausgemachtes Brot, welches zum Menü herausgegeben wird, zum Znüni sind selbstgemachte Nussgipfel erhältlich und alle Salatsaucen oder sonstige Saucen, Suppen werden selber zubereitet. Ich kann euch also allen wärmstens empfehlen die Taverna für ein Mittag- oder Abendessen aufzusuchen und euch selbst von dem wunderbaren Essen zu überzeugen. (Nur falls ihr denkt, dass hier ist ein Marketinggag 😉 ) Ich habe Ruedi als sehr gewissenhaften und leidenschaftlichen Koch, Gastgeber und Chef kennengelernt. Durch seine langjährige Erfahrung zaubert er die vielfältigsten und leckersten Kreationen. Merci und vielen Dank für die neuen Inputs und diese Erfahrung! 🙂

Hier findet Ihr näheres zu der Taverna