Staustunden

Die Fahrleistung auf den Nationalstrassen nahm 2019 gegenüber dem Vorjahr weiter zu, um rund 100 Millionen auf insgesamt 27.8 Milliarden Fahrzeugkilometer; knapp 18 Prozent davon entfielen auf den Güterverkehr. Nach einer leichten Abnahme im Vorjahr nahmen die Staus wieder zu, auf 30 230 Stunden. Das sind über 10 Prozent mehr als im Vorjahr! An den Gründen für die Staus hat sich nicht viel verändert: Hauptursache sind die Verkehrsüberlastungen, gefolgt von Unfällen und Baustellen.

Die Entwicklung der Staustunden für 2020 ist ungewiss. Die Massnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus haben zu spürbar weniger Verkehr geführt. Der Verkehr reduzierte sich an vielen Orten um 50 bis 70 Prozent, am Gotthard um bis zu 90 Prozent. Mit den Lockerungen der Corona-Massnahmen hat der Verkehr aber wieder rasch zugenommen.

Denn die zunehmende Stauproblematik und Verkehrsüberlastung führt zu negativen Auswirkungen wie Stress, Unfälle, Verspätungen und massive volkwirtschaftliche Kosten in Milliardenhöhe. Ausserdem wird die Schadstoffemission durch den stop-and-go-Verkehr unnötig in die Höhe getrieben. Im Transportgewerbe fallen weitere Produktivitätsverluste an. Daraus entstehen ständig neue Kostensteigerungen zulasten von Wirtschaft und Bevölkerung.

Entwicklung der Staustunden auf den Nationalstrassen

Quelle: www.astag.ch, www.bfs.admin.ch