Staustunden

Die neusten Statistiken bezüglich Stau und Verkehrsbelastung zeigen auf, was die ASTAG schon lange festgestellt hat: Die Verkehrsüberlastung ist ein flächendeckendes Problem und zwar auf dem ganzen Strassennetz. Gezielte Massnahmen – nicht nur auf den Nationalstrassen – sind deshalb zwingend angebracht.

Der Verkehr staute sich im Jahr 2017 während insgesamt 25 853 Stunden. Dies entspricht einer Zunahme um 7.4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit Abstand die häufigste Ursache für Staus bleibt die Verkehrsüberlastung. Als unerwünschte Folge davon nahm das Verkehrsaufkommen auf den untergeordneten Strassen erstmals stärker zu als auf den Nationalstrassen.

Die neuesten Rekordwerte für 2017, die der Bund heute veröffentlicht hat, sind für den Schweizerischen Nutzfahrzeugverband ASTAG höchst unerfreulich aber wenig überraschend. Der staatlich verursachte Stau ist bedingt durch den nicht bedarfs- und zeitgerechten Ausbau der Infrastruktur. Erfreulich ist hingegen, dass die Problematik im zuständigen Bundesamt für Strassen ASTRA erkannt wurde und bereits erste Massnahmen eingeleitet sind, die aber noch intensiviert werden müssen. Allerdings müssen auch die Probleme auf dem übrigen Strassennetz zügig angegangen werden. Die Strasseninfrastruktur in den Kantonen und Agglomerationen muss rasch und ohne Verzögerung ausgebaut werden, damit der gesamte Verkehrsfluss endlich nachhaltig verbessert werden kann.

Denn die zunehmende Stauproblematik und Verkehrsüberlastung führt zu negativen Auswirkungen wie Stress, Unfälle, Verspätungen und massive volkwirtschaftliche Kosten in Milliardenhöhe. Ausserdem wird die Schadstoffemission durch den stop-and-go-Verkehr unnötig in die Höhe getrieben. Im Transportgewerbe fallen weitere Produktivitätsverluste an. Daraus entstehen ständig neue Kostensteigerungen zulasten von Wirtschaft und Bevölkerung. «Stau ist der Mobilitäts- und Effizienzkiller Nr. 1», hält ASTAG-Zentralpräsident Adrian Amstutz fest: «Niemand, der ehrlich und fair für das Wohl unseres Landes einsteht, kann interessiert sein, diesen desolaten Zustand weiterzuführen!».

Stauentwicklung 2000 bis 2017

Quelle: www.astag.ch, www.bfs.admin.ch