Transport Glossar

Stellplatz

Der Stellplatz ist ein verwendetes Mass aus dem Transportwesen zur vereinfachten Kommunikation. Der Stellplatz ist die Kurzform für den Palettenstellplatz. Dieser wird im allgemeinen für die Fläche bezeichnet, die eine Europalette mit den Grundmassen 120 cm x 80 cm (0.96 m2) einnimmt.

Für den Transport wird eine Fläche von 120 x 80 cm im Lastwagen belegt. Diese Fläche hat einen entsprechenden Preis. Bei der Fakturierung nach Stellplätzen wird in den meisten Fällen eine Europalette als Ladehilfsmittel verwendet. Falls die Transportware die Breite oder Länge eines Stellplatzes überragt, wird diese um 0.5 Einheiten aufgerundet.

Hierzu drei Beispiele:

  1. Die Ware auf einer Europalette ist 120 cm x 100 cm. Somit überragt die Ware die Europalette in der Breite um 20 cm. Es werden 1.5 Stellplätze abgerechnet.2. Die Ware auf einer Europalette ist 120 x 140 cm. Somit überragt die Ware die Europalette in der Breite um 60 cm. Es werden 2 Stellplätze abgerechnet.3. Die Ware auf einer Europalette ist 130 x 110. Somit überragt die Ware die Europalette in der Länge und in der Breite um 10 cm und 30 cm. Es werden 1.5 Stellplätze abgerechnet.

Bei der Abrechnung eines halben Stellplatzes (z.B. 2.5 Stellplätze) wird der Mittelwert verwendet. Das heisst es wird der tiefere und der höhere Stellplatz summiert und durch die Anzahl dividiert. Beispiel:

Stellplätze Betrag
2 CHF 200.00
3 CHF 300.00

 

Der Preis für 2.5 Stellplätze liegt bei CHF 250.00

Stellplatz-Rechner

Distanz

Die Kalkulationsgrundlage für die Distanzberechnung vom Ladeort zum Entladeort basiert auf dem ASTAG-Distanzwerk. Dabei wird der kürzest mögliche Weg berechnet zwischen dem Lade- und dem Entladeort. Es wird dabei nicht berücksichtigt wie die Tour des Fahrzeuges disponiert wurde sondern nur die Entfernung der beiden Standorte. Zu beachten ist, dass die Entfernung zwischen zwei Orten für einen Personenwagen und einen Lastwagen unterschiedlich sein können, da geschlossene Pässe, Tunnelbeschränkungen, zeitliche Einschränkungen für Lastwagen berücksichtigt werden.

¼ - Palette

Eine ¼ – Palette [Viertel-Palette] ist ein Ladungsträger mit der Abmessung 60 cm x 40 cm. Das entspricht einer Fläche von 0.24 m2. Dies ist ein Viertel der Fläche einer Euro-Palette (0.96 m2). Bei Viertel-Paletten handelt es sich in der Regel um Einwegpaletten, welche nicht getauscht werden.

½ - Palette

Eine ½ – Palette [Halb-Palette] ist ein Ladungsträger mit der Abmessung 60 cm x 80 cm. Das entspricht einer Fläche von 0.48 m2. Dies ist die Hälfte einer Euro-Palette (0.96 m2). Bei Halb-Paletten handelt es sich in der Regel um Einwegpaletten, welche nicht getauscht werden.

Zonen

Ist ein Sheet mit allen Postleitzahlen in den entsprechenden Zonen. Dies möchte ich einerseits tabellarisch und graphisch.

Die Liste der Randregionen kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: Zonentarife Schöni

Gewichtszuschlag

In den Preisen sind alle Gewichte bis 500 Kilogramm pro Stellplatz inkludiert und können ohne Zuschlag transportiert werden. Bei höheren Gewichten gibt es einen Zuschlag. Die übermittelten Gewichtswerte können von einer geeichten Messstation gegengeprüft und allenfalls mutiert werden.

Warum gibt es einen Gewichtszuschlag?
Das Gewicht, welches ein Lastwagen laden kann, ist begrenzt. Im Fachjargon wird von der Nutzlast gesprochen. Dies ist gemäss Fahrzeugausweis das maximale Gewicht, welches von einem Lastwagen transportiert werden darf und für dieses Gewicht wird auch die LSVA (Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe) entrichtet.
Um schwerere Sendungen zu transportieren muss das Fahrzeug eine grössere Nutzlast aufweisen. Um dies zu erreichen, braucht der Lastwagen eine grössere Anzahl an Achsen. Somit steigt auch das LSVA-pflichtige Gewicht und somit die Höhe der Abgabe. Die maximale Nutzlast beträgt bei einem Lastwagen mit 5 Achsen und dem maximal zulässigen Bruttogewicht von 40 Tonnen, 24 Tonnen netto. 34 Stellplätze können auf einem solchen Lastwagen belegt werden. Übersteigt das Gewicht je Stellplatz die Grösse von 706 kg, können in der Folge nicht mehr alle Stellplätze genutzt werden. Dieser Verlust an Stellplätzen muss beim Gewichtszuschlag ebenfalls berücksichtigt werden.

Was macht die Messstation genau?
Die Schöni Transport AG arbeitet mit einer modernen Unterflurförderanlage. Darin integriert ist eine Messeinheit, welche die Sendungen identifiziert über einen Strichcode. Die Messeinheit registriert das Volumen der Sendung (Länge x Breite x Höhe) und misst das Gewicht. Diese effektiven Messdaten werden mit den übermittelten abgeglichen und bei Abweichungen mutiert. Auf diese Art kann gewährleistet werden, dass immer die korrekten Volumen und Gewichte verwendet werden. Die Messeinheit wird nach den gesetzlichen Vorschriften geeicht.

Warum werden die übermittelten Volumen- und Gewichtsangaben allenfalls mutiert?
Im Transportwesen ist eine der grössten Herausforderungen einen Lastwagen mit der Ware optimal zu disponieren. Dabei heissen die beiden Hauptkriterien Volumen und Gewicht. Das Volumen des Lastwagens soll möglichst maximal ausgenutzt werden. Beim Gewicht spielt die gesetzlich erlaubte Nutzlast eine Rolle. Diese darf nicht überschritten werden. Mit verifizierten Daten von der Messeinheit kann der Disponent sicherer planen und Gewichts-Überschreitungen können vermieden werden.

Was ist die LSVA?
Die Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) gibt es in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein. Es handelt sich dabei um eine Abgabe, welche von allen Motorfahrzeugen und deren Anhängern entrichtet wird, welche spezifische Kriterien erfüllen.
• ein zulässiges Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen aufweisen,
• dem Gütertransport dienen und
• im In- und Ausland immatrikuliert sind und das öffentliche Strassennetz der Schweiz befahren
Die LSVA wird aufgrund von drei Kriterien berechnet:
• Gesamtgewicht
• Emissionsstufe
• Gefahrene Kilometer in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein.

Höhenzuschlag

Bis zu einer Höhe von 2.20 Meter können Güter ohne Zuschläge transportiert werden. Bei höheren Gütern wird ein Zuschlag verrechnet. Die übermittelten Volumen werden von einer geeichten Messstation gegengeprüft und allenfalls mutiert.

Warum gibt es einen Höhenzuschlag?
Bei einer Höhe von maximal 220 cm kann auf 100% der Flotte zurückgegriffen werden. Ab 220 cm Höhe kann nur noch auf die Lastwagen-Flotte zurückgegriffen werden, was eine Einschränkung darstellt.

Was macht die Messstation genau?
Siehe Punkt „Gewichtszuschlag“

Warum werden die übermittelten Volumen- und Gewichtsangaben allenfalls mutiert?
Siehe Punkt „Gewichtszuschlag“

Treibstoffzuschlag

Der Treibstoffzuschlag wird gemäss dem eigenen Treibstoff-Floater verrechnet. Als Berechnungs-Basis wird der Nettobetrag der Sendung genommen. Die Anpassung des Treibstoffzuschlages erfolgt monatlich, jeweils im Folgemonat nach Bekanntwerden der ASTAG-Werte. Der aktuelle Dieselpreis ist einzusehen unter www.astag.ch.

Was ist der Treibstoffzuschlag?
Der Treibstoffzuschlag wir eingesetzt, um den starken Schwankungen der Treibstoffpreise Rechnung zu tragen. Der Treibstoff ist mit einem Anteil von 10 % – 20% des Erlöses einer der Hauptkosten. So kann ein permanentes Anpassen der Transportpreise vermieden werden.

Tauschgebühr

Die Tauschgebühr wird berechnet auf Europaletten, Rahmen und Deckel. Bei der Beladung und Entladung werden die Ladehilfsmittel entweder direkt getauscht oder es besteht ein Guthaben oder aber eine Schuld.

Warum gibt es eine Tauschgebühr?
Die Aufwendungen sind Verlust, Verwaltung, Transport, Sortierung und Beschaffung neuer Tauschgeräte. Grundsätzlich werden tauschfähige Ladehilfsmittel 1:1 getauscht. Beispielsweise wird eine beladene Europalette entladen und eine leere Europalette mitgenommen (1:1 Tausch). Es ist zusätzlich zu unterscheiden, ob die getauschten Europaletten derselben Klasse entsprechen wie diejenigen die überbracht wurden. Andernfalls muss eine der beiden Parteien einen Verlust in Kauf nehmen, da diese Paletten auf dem Markt einen anderen Wert aufweisen. Falls die Paletten nicht getauscht werden, führen die beiden Parteien darüber Buch, was administrativen Aufwand verursacht.
Folgende Faktoren führten dazu eine Tauschgebühr einzuführen:

Qualität
Der Qualitätsverlust eines Ladehilfsmittels durch dessen Gebrauch ist vorhanden. Das Handling, die Sortierung und die Reparatur beeinträchtigt die Stabilität und die Qualität. Dies mindert die Qualität und kann sogar einen Bruch verursachen und somit den Verlust.
Leerfahrten mit Paletten
Separate Fahrten mit Paletten verursachen Kosten.
Verwaltungsaufwand
Die administrativen Kosten für das nachführen und kontrollieren der Ladehilfsmittel, das Verbuchen der Nichttauschbelege, Kopieren, Versenden, telefonische Abstimmen, Disponieren und Verbuchen sind immens.

Was wird verrechnet?
Ohne eine anderweitige Abmachung wird im Standard immer die EURO-Paletten Klasse C verrechnet. Das bedeutet, dass alle Paletten-Klassen (A, B oder C) geliefert werden können. Folglich wird die Klasse nicht unterschieden und es entsteht für den Transporteur nicht die Pflicht die Paletten vor der Rückführung einer Sortierung zuzuführen.
Falls keine EURO-Paletten der Klasse C gewünscht werden, kann man sich für die Klasse A oder B entscheiden. Bei der Klasse A werden immer neue oder der Klasse A entsprechende geliefert. Bei der Klasse B werden entweder EURO-Paletten der Klasse A oder der Klasse B zugestellt.

EURO-Paletten (Klasse A)

Bei der EURO-Paletten Klasse A wird in der Verrechnung nicht zwischen neu und Klasse A unterschieden.
Eine Klasse A – Palette weisst folgende Merkmale auf:

– Holzfarbe hell
– Palette wurde bereits verwendet
– Gebrauchsspuren, jedoch keine Verschmutzung
– Keine Holzabsplitterungen
– Keine Anhaftungen (z.B. Folie, Bänder, Label)
– Keine verdrehten Klötze
– Alle 4 Eck-Kennzeichen lesbar

 

 

EURO-Paletten (Klasse B)

Die Klasse B zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

– Holzfarbe dunkel
– Bei Beurteilung ganzer Stapel dunkel/hell gemischt möglich
– Palette wurde bereits verwendet
– Keine Holzabsplitterungen
– Gebrausspuren
– Keine verdrehten Klötze
– Alle 4 Eck-Kennzeichen lesbar

 

 

EURO-Paletten (Klasse C)

Die Klasse C zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

– Gebrauchsspuren
– Anhaftung (z.B. Folie, Bänder, Label)
– Leicht verdrehte Klötze
– Absplitterungen zulässig
– Verunreinigungen, die nicht an das Ladegut abgegeben werden können
– Eck-Kennzeichnung mindestens auf einem Klotz lesbar

Warenauszeichnung

Die Warenauszeichnung ist eine der wichtigsten Aufgaben, um einen reibungslosen Logistikprozess abzubilden. Ohne die saubere Auszeichnung können Packstücke verloren gehen oder mit einer grossen Verzögerung zugestellt werden.
Diese Auszeichnung ist Aufgabe des Versenders. Er muss sicherstellen, dass alle Packstücke mindestens mit der Absender- und der Empfängeradresse gekennzeichnet sind. Weitere logistisch wertvolle Informationen sind die Anzahl der Packstücke (z.B. 1/5), das Gewicht, spezielle Hinweise oder ein Strichcode, welcher vorgängig an den Transporteur übermittelt wurde.

Verpackung

Die Verpackung der Sendungen ist sehr wichtig um einen reibungslosen Transport zu gewährleisten. Bei unsauberer Verpackung der Packstücke können diese beschädigt werden oder gar verloren gehen.
Die Verpackung ist Aufgabe des Versenders. Falls die Ware nicht sauber verpackt wurde, kann dies zu eingeschränkten Versicherungsleistungen führen.

 

Haftungsgrundlage

Die Schöni Transport AG arbeitet auf Basis der allgemeinen Bestimmungen für Transporte innerhalb der Schweiz / Frachtführer Haftungsbestimmungen (FFHB) der ASTAG. Die Haftung beträgt maximal CHF 15.00 pro Kilogramm effektives Frachtgewicht der verlorenen oder beschädigten Ware.